UAQ – Unbeantwortete Fragen – Unanswered questions

Die Forschung geht immer weiter. Man weiß und lernt immer mehr über die Erkrankung.

Und doch gibt es Dinge, die man nicht beantworten kann. Wenn Sie eine Antwort wissen, bitte schicken Sie sie mir.

Warum beginnt Parkinson einseitig?

Bei den einen ist es links, bei den anderen rechts. Was sind die auslösenden Faktoren?

 

Gibt es Auswirkungen von Radioaktivität auf die Erkrankung? Kommt dies als Ursache in Betracht?

Einer der „Favoriten“ für denkbare Parkinson-Auslöser sind Pestizide.

Kommt auch radioaktive Strahlung in Betracht? Googelt man die Kombination der Begriffe „Parkinson“, „radioaktiv“ und „Ursache“, trifft man immer wieder auf Untersuchungsmethoden, die sich radioaktiver Substanzen bedienen. Man findet auch etwas über Strahlungsemissionen von Handys. Aber nichts über Radioaktivität.

Sehen Sie selbst: Google-Suche.

Dabei ist Radioaktivität von großer Langlebigkeit gekennzeichnet: Noch heute, viele Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl, empfiehlt man Vorsicht beim Essen. Das Fleisch von Schweinen, die bestimmte Trüffelpilze essen, sollte gemieden werden.

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Nun stellen Sie sich den „Verdünnungsgrad“ vor: Fast drei Jahrzehnte an Zeit, das Schwein frisst ja nicht nur die belasteten Trüffel und Sie werden nicht das ganze Schwein verzehren und vermutlich auch noch andere Dinge essen.

Es ist aber klar, dass man der Radioaktivität kaum ausweichen kann. Niemand wird wohl seinen Wohnsitz verlegen, bloß weil ich hier spekuliere – denn nichts anderes ist das -, dass ein radioaktiv belastetes Umfeld vielleicht auch als Ursache in Betracht kommen könnte.

Allerdings gibt es noch eine Variante dieser Spekulation: Was ist mit Röntgenstrahlen? Wie oft sind Sie schon im Leben geröntgt worden? – Auch das könnte eine denkbare Ursache sein. Und manchmal ist eine Röntgenuntersuchung vielleicht vermeidbar.

 

Warum wirken Agonisten eher auf die Fähigkeit zu Laufen, während L-Dopa eher die Handbeweglichkeit zu beeinflussen scheint?

Eigentlich ist das ja eine gute Sache – ich weiß, dass mir Agonist fehlt, wenn ich Schwierigkeiten beim Laufen habe, und dass mir L-Dopa fehlt, wenn ich Probleme bei Handbewegungen habe.

Aber verwunderlich finde ich das schon – mir als medizinischem Laien erscheinen doch Arme und Beine funktional recht ähnlich zu sein. Jedenfalls wüsste ich nicht, warum ein Medikament auf das eine, aber nicht auf das andere wirken sollte.

 

Warum machen Parkinson-Medikamente – vor allem Agonisten – einen tagsüber eher müde, während sie einen nachts eher aufputschen, so dass man nicht schlafen kann?

Verkehrte Welt: Wenn man schlafen will – in der Regel nachts -, geht es nicht, weil die Medikamente einen auf Trab halten. Am Tag leidet man dagegen unter Müdigkeitsattacken.

 

Warum kommt dem Schlaf so große Bedeutung zu?

Alle merken das: Wenn man nachts gut schläft, ist man am Folgetag in guter Verfassung. Dem Körper tut diese Erholungsphase offenbar sehr gut.

Umgekehrt gilt auch: Fast alle Parkinson-Medikamente beeinflussen den Schlaf (seien es Müdigkeitsattacken oder Schlaflosigkeit).